25 Jahre 9/11: Das Ende der Unbekümmertheit

Shownotes

Was ist geblieben von jenem Tag, der Amerika und die Welt veränderte? Nicoletta Cimmino berichtet aus New York, wo Peter Hossli den 11. September 2001 als Reporter erlebte. Ein Gespräch über persönliche Erinnerungen, Terror und Krieg, über den Verlust der Unbekümmertheit, den Generalverdacht gegen Muslime – und darüber, warum 9/11 bis heute nicht zu Ende ist.

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00:00:08: Wir sind hier in Lower Manhattan, in der Nähe des Nine-Eleven Memorials.

00:00:14: Das ist im Moment schon recht einzugend.

00:00:17: Viele Medienhäuser haben ihre Kameras aufgestellt und es gibt fast nur noch wenige Möglichkeiten zum Gelände zu kommen.

00:00:25: Heute ist ein wichtiger Tag für das Memorial.

00:00:29: Weil heute jährt sich der elfte September, die Terroranschläge.

00:00:35: Zum fünfundzwanzigsten Mal ist es vierte Jahrhunderte her seit dem Tag die Welt USA und wahrscheinlich hat ich und mich verändert.

00:00:54: Das ist den US-Augustag-Podcast mit Nicoletta Cimino

00:00:58: und Peter Hossli.

00:01:04: Toni Colletta, du bist in New York und ich bin in Berlin.

00:01:09: Vielleicht bei diesem Thema ist das gerade etwas komisch oder?

00:01:12: Ja es fühlt sich ein bisschen verkehrt aber am Elfde September two-thausig-ways warst du zu New York.

00:01:18: Du hast die Anschläge als Reporterin und Augenzeuge erlebt.

00:01:21: Ich war dann zur Zürich, habe als Moderatorin gearbeitet mit TV drei und habe die Anschläge wie Millionen und Millionen andere Leute über die Bildschirmen erlebt.

00:01:33: Ich glaube, was uns hier ausmacht – wir, die schon etwas älter sind.

00:01:36: Wir haben alle eine Erinnerung, was an diesem Tag passiert ist.

00:01:40: Wie hast du davon erfahren, dass islamistische Terroristen in den USA greifen?

00:01:48: Wir waren im Redaktionsraum.

00:01:50: Es gab viele Bildschirme, in denen wir immer die Nachrichtssender aufgeschadet hatten.

00:01:55: Aber dort haben wir noch nicht so darauf geschaut, dass sie vertäufig war.

00:02:00: Ein Kollege sagte, es sei ein Flugzeug ins World Trade Center geflogen.

00:02:04: Wir haben ihn auch drauf geschaut und dann sahen wir, dass es eventuell ein kleines touristes Flugzeug war.

00:02:09: Das war ein paar Minuten nachdem das passiert ist ... Ja, und er hat sich das überstürzt.

00:02:15: Irgendwann ist kurz darauf ab, dass der zweite Flugzeug in zwei Turminen ist.

00:02:19: Und ich glaube, wir wussten alles.

00:02:22: Das war kein Zufall.

00:02:23: Dann haben wir wirklich so schnell wie möglich eine Spezialsendung organisiert.

00:02:29: Ich muss ehrlich gesagt gestanden sein.

00:02:31: Ich habe von diesem Moment an, wo uns klar wurde, was passiert bis zu dem Moment, als ich nach Hause bin ... Sehr wenige Erinnerungen.

00:02:38: Es ist wie so ein Traum eigentlich und ich könnte zum Beispiel dir nicht sagen, wer mir aus unserer Sendung hatte.

00:02:46: Das ist noch speziell

00:02:48: genau.

00:02:50: Und du?

00:02:51: Ich ging morgens früh ins Büro, weil ich das Interview im Empire State Building mit einem Diktatorenjäger hatte.

00:02:58: Und ich habe das vorbereitet.

00:03:00: Kurz nach dem Viertel vor neunten hat der norwegische Layouterin, die bei uns im Büro geschaffen hat, gesagt, ihr Freund habe ich angeläutet ein steckiges Flugzeug im World Trade Center und ich habe automatisch gerade auf Zürich angeläutert, auf Facts Redaktion.

00:03:16: Der Kollege sagte, sie hätten vielleicht noch eine halbe Seite.

00:03:19: Dann bin ich rausgerannt und sah gerade wie es zweiter Flugzeug innen ist.

00:03:24: Und dann war mir natürlich klar, dass mehr ... Also halbe Seite, das ist ein Terroranschlag.

00:03:31: Ich bin zurück ins Büro und dann haben sie mich geschickt in ein Fotogeschäft zu gucken, eine digitale Kamera kaufen will.

00:03:38: Damals hatten wir noch keine iPhones und jeder hatte eine Kamera im Sack.

00:03:43: Und die haben gesagt, gehen wir fotografieren, reden mit Leuten, berichten was passiert?

00:03:49: in Süden abgeräumt bis nach Trebekah, wo die Polizei abgespürte.

00:03:53: Und sie sagten, gehen zurück!

00:03:54: Gehen zurück!

00:03:55: Das ist gefährlich.

00:03:55: und dann sind wir zurückgelaufen.

00:03:58: Dann haben wir auf der Strasse zugeschaut, wie diese beiden Türen in sich zusammengekehrt sind.

00:04:04: Ich glaube das Zusammensack von diesen Tüern hat sich wirklich sehr als Film in meinem Koffee gebrannt.

00:04:13: Die Bilder kennen wir alle?

00:04:15: Du hast jetzt erklärt, du bist dort ganz ... wenige Distanz davon entfernt war.

00:04:21: Was können die Bilder, die jetzt auch wieder in den Endlosschlaufen überall laufen?

00:04:26: Was können sie nicht vermitteln?

00:04:29: Weisst du, gibt es irgendein Geräusch oder vielleicht ein Geruch, das du mit diesem Tag und dem Moment verbindest, wo du dort warst?

00:04:38: Ich glaube, was Sie nicht vermittel können ist diese Schockstarre, die über dieser Stadt gelegen ist.

00:04:45: Es ist nicht einmal ein Geräuschen Oder ein Geruch, sondern es ist wie so einen Zustand.

00:04:51: Wir sind aus einem Traum der Glückseligkeit etwas verwacht.

00:04:57: Das war ein wunderbarer, klarer Tag.

00:04:59: Wer Neujarke kennt weiss die Sommer sind wahnsinnig heisse.

00:05:04: Es ist schwül, fast nicht zu aushalten und am Abend vorhin ist ein Gewitter über Neujarc gewüscht und hat diese schwülle Luft weggefallen.

00:05:14: Es war so ein schöner Tag Und dann kommt der Anschlag, und er hat einen wirklichen Schockzustand in die Stadt treibt.

00:05:23: Wisst ihr das jetzt?

00:05:25: Wo, wie merkt man eigentlich in New York, dass Jubiläum stattfindet?

00:05:33: Du warst hier in New-York ein paar Tage.

00:05:36: Was beobachtest du denn?

00:05:38: Es ist natürlich wirklich über alles ein Thema.

00:05:40: Aber schon vor allem in Lower Manhattan, also im Gebiet, wo es passiert ist.

00:05:45: Hier haben alle so Erfahnen, never forget ... Man sieht wie Aufbauarbeiten sie gemacht wurden für heute und für den Tag.

00:05:55: Das wird einen sehr emotionalen Tag kommen mit vielen Wutenträgerinnen und Trägern, die an der Ground Zero kommen.

00:06:02: Und man merkt aber auch... In der Gespräch mit den Leuten.

00:06:06: Die New Yorker sind ja bekannt dafür, dass sie einfach kurz in einem Gespräch verwickelt haben, wenn man sich gar nicht kennt, sich an den Kassen oder irgendwo.

00:06:12: Und es haben wir lustigerweise ... Du hast vorhin diesen blauen Himmel angesprochen.

00:06:17: Es haben mir sicher zwei oder drei verschiedene Leute, die nichts miteinander zu tun haben, gesagt.

00:06:23: Vorgestern war so ein schöner Tag hier in New York, ganz einen blauen Heimel und das haben wir gesagt.

00:06:30: Der Himmel heute ist wie an diesem Tag.

00:06:34: Das ist genau der gleiche Blau-Himmel wie an diesem Tag.

00:06:38: Dort habe ich schon im Gespräch mit den Leuten gespürt, dass das wirklich sehr präsent ist.

00:06:46: Natürlich jetzt auch, weil es die fünfe zwanzig Jahre

00:06:48: sind.

00:06:49: Das ist wirklich etwas verrücktes.

00:06:51: Den blauen Himmel habe ich letzte Woche in New York drei Führwehrmänner befragt.

00:06:59: Die waren alle am Tag im Einsatz und haben nach einer Woche lang ... Kulfen, Leichen und Leichenteile von ihren Kameraden zu finden.

00:07:07: Und einer hat mir gesagt ... Bei ihm fängt die Ruhr nicht mit dem Elften September an, sondern immer dann wenn das Wetter in New York klingt.

00:07:17: Er halte das fast nicht aus so einem schönen Tag.

00:07:21: Das war wirklich etwas ganz Verrücktes.

00:07:23: Wer dort war, sagt immer es war ein schöner Tag.

00:07:28: ganz einbrennt auch in den Leuten, die den Tag vor Ort erleben.

00:07:34: Du hast vor dir beschrieben, was passiert in Lower Manhattan.

00:07:38: Was ja schon noch eindrücklich ist?

00:07:40: Ich habe dort früher gewohnt und kenne diese Region sehr gut.

00:07:45: Die Lower Manhattan hat sich jetzt schon wahnsinnig entwickelt.

00:07:48: Seit dem elften September, es wurde heute ein Wohnquartier geworden, sie ist ein belebtes Wohnquarteer.

00:07:55: Man hätte das World Trade Center wieder aufgebaut – neu!

00:07:59: Und anders.

00:08:00: Man hatte die Gedenkstätten... Ich finde, es ist eine Gedenkstätte, die recht gelungen ist.

00:08:05: Man hat zum Beispiel die Fussabdrücke der beiden Türen als Brunnen nachgemacht.

00:08:12: Es sind zwei Löcher.

00:08:13: und auch das Museum, das jetzt dort ist, das ist wirklich eine gelungene Darstellung von dem, was an diesem Tag passiert.

00:08:23: Du hast das Museum angesprochen?

00:08:25: Und wenn wir wieder beim Blauen Himmel sind ... Wenn man in die Rampen kommt, wer dort noch nie war ... Es ist wirklich empfehlenswert und eine grosse Kunstinstallation.

00:08:34: Ich weiss gar nicht, wie viele Kachel für jedes Opfer hat.

00:08:38: ein blaue Kachel, der einen Künstler ... Jede hat es selbst bemalen und jeder hat ein anderes Blau.

00:08:45: Es gibt zusammen einen grossen blauen Himmel, wie das Tänisch war.

00:08:54: Wegen Lowermann standen wir auch immer in jedem Räserführer.

00:08:59: Das Finanziell-Distrikt kann man schenken.

00:09:02: Das ist interessant für die Wall Street.

00:09:04: Dort, wo die Dürre noch standen, gab man eine gute Aussicht.

00:09:10: In Nacht nichts zu lassen.

00:09:12: Das ist quasi ein Quartier, das durch den Tag lebt und das ist natürlich völlig anders.

00:09:16: Oder auch jetzt mit dem ganzen Wasserfront vor, wo man massiv aufgewertet hat.

00:09:21: Also ich glaube es sind drei oder vier Mal so viele Einwohnerinnen und Einwohner, die in diesem Quartiere wohnen.

00:09:29: Ich kann mich gut erinnern, kurz nach dem Elften September hat man überall gesagt, niemand wird dort hergekommen.

00:09:35: Die Mobilienprise werden zusammengekriegt und haben die grossen wirtschaftlichen Katastrophen für New York, aber vor allem Lohrmann hat sie prognostiziert.

00:09:45: Es ist nichts von diesem Eintreten.

00:09:47: Die mobilen Prisen in dieser Region sind aufgegangen.

00:09:51: Wirtschaftlich geht es New York wieder gut.

00:09:54: Man hat sich erholt der Katastrophe.

00:09:58: Wenn wir jetzt den Blick ein wenig weiter ... Nein, Eleven hat die Welt verändert.

00:10:02: Ich glaube, das kann man wirklich sagen.

00:10:04: Das ist eine Zäsur in der Weltgeschichte.

00:10:07: Ich denke hier an deine Invasion von Afghanistan nach einer Deiratkrieg, die Guantanamotte und die neue Überwachung und Sicherheitsarchitektur, die ich dort so am Anfang genommen habe.

00:10:21: Was denkst du?

00:10:23: Vielleicht der stärkste Einschnitt oder das, was am meisten gesprägt wurde?

00:10:27: Oder sich nach den Neuen Leben verändert

00:10:29: hat.

00:10:29: Ich meine, du hast jetzt sehr wichtige Sachen gesagt, die quasi faktisch passiert sind.

00:10:34: Aber ich glaube aus meiner Sicht die grösste Veränderung ist, dass wir unsere Unbekümmertheit verloren haben.

00:10:43: Leute, die eben schon etwas älter sind wie du und ich ... Erinnert sich an die neunziger Jahre.

00:10:48: Die neunzeigere Jahre war eine wahnsinnige, glückliche Dekade.

00:10:52: Zwölf Jahre vor einem Leben ist Berliner Mauer gefallen.

00:10:56: Man hatte das Gefühl, jetzt sei ewig frieden und man hat vom Ende der Geschichte geredet, dass die Demokratie gewonnen hat, dass der Kapitalismus den Kommunismus bezieht.

00:11:11: Man sagte auch, die Welt sei jetzt flach und alles sei möglich globaler.

00:11:16: Und dann ist der Tag gekommen und wirklich wie aus dem Nicht.

00:11:20: Man hat dann gemerkt, man hätte islamistische Terror vergessen.

00:11:24: Und seither sind wir so ein bisschen in einer permanenten Unsicherheit.

00:11:29: Es gibt immer wieder Anschläge, es gab auch immer wieder Anschläge.

00:11:33: Also das eine und das andere, was sich mit diesem Tag schon verändert hat, glaube ich ... der Medienkonsum.

00:11:40: An diesem Tag gab es so wahnsinnig viele Informationen, man hat dann auch den Nuss-Ticker erfunden und heute hat mir wirklich das Gefühl, dass jedes All aus wird sofort in einer Art Echtzeitjournalismus wiedergegeben und es ist so eine wahnsinnige Menge Informationen, die fliessen.

00:12:00: Ich habe mir das erst überlegt.

00:12:03: wie wäre Nine Eleven in der heutigen Medienlandschaft?

00:12:07: Ich habe gestern diese Verhältnisse gefunden.

00:12:11: Auf der sozialen Medien hat jemand bei dem Zufall, an diesem September, einfach die Lokale News im Fernsehen aufgezeichnet.

00:12:20: Das war völlig belanglos!

00:12:22: Und du siehst unten ja zeitisch einblenden Morgen, dass Leute, die Fernsehe schauen wissen, was für Zeit es ist, ob sie aus dem Haus müssen und dann irgendwann um zehn oder neun kommen die ersten, wird das erste Mal das Bild aufgeschaltet, wo man sieht den Rauch aus einem von beiden Dürren.

00:12:39: Das ging aber sehr lange.

00:12:40: Er sah live, wie das zweite Flugzeug kommt.

00:12:43: Aber es ging sehr lange für jüdliche Verhältnisse bis man sichere Informationen hatte.

00:12:50: Heute ist eine ganz andere Welt.

00:12:52: Ich weiss gar nicht, wie es funktionieren würde mit dem, den wir heute haben und was vielleicht auch der Unterschied wäre.

00:13:01: Die Bilder dieser Leute, die sich aus der Tür gestürzt haben ... Es klingt ein bisschen makaber, aber würde jemand aus dem Turm stürzen.

00:13:13: Aus Verzweiflung.

00:13:14: Weil er nicht verbrennt werden will und selber entscheidet wie er stirbt in so einem Moment.

00:13:21: Wird das Handy mitnehmen?

00:13:23: Blöd gesagt!

00:13:25: Es gab ja Leute, die aus dem Flugzeug Heihei anrufen auf den Anrufbeantworter geredet haben.

00:13:32: Würde man heute quasi live sich verabschieden?

00:13:36: Also ... Das ist schon extrem, wenn man sich überlegt, wieso etwas von so einer Tragweite heute stattfindet.

00:13:45: Heute hat jeder Kamera im Sack und wird filmen und fotografieren und das sofort posten.

00:13:51: Das hat eigentlich Töne angefangen.

00:13:53: Und was interessant ist, es gibt relativ viel hochwertige Fotografie aus New York von diesem Tag und das hätte damit zu tun, dass die Agentur Magnum, eine der renommiertesten Fotoagenturen überhaupt, ihre Jahresversammlung ausgerechnet in New York hat.

00:14:14: Die Fotografe haben natürlich die Versammlinge gerade abgebraucht und sind rausgerannt.

00:14:19: Sie haben fotografiert.

00:14:21: Und zum Beispiel James Nachtwey, einer der bekanntesten Kriegsphotografen.

00:14:25: Er war auch noch bei Magnum.

00:14:28: Der hat analog fotografiert und er hat mir einmal erzählt, dass er aus diesem Grund überlebt hat.

00:14:34: Weil er ist unter dem World Trade Center gestanden und hat fotografiert... ...und nach sächsendreißig Bildern, die sie auch auf einem Film hatte, war das fertig.

00:14:46: Und gerade dann sagen Dürme von Aberkain und er konnte vorrennen.

00:14:51: Wenn er digital fotografiert hatte, hat er einfach weiter fotografiert.

00:14:54: Also mediamäßig ist dort wirklich vieles verändert.

00:14:59: Das hätte sich vielleicht auch sonst verändern, aber vieles, was wir heute machen, mediamässig kann man auf den Tag zurückverfolgen.

00:15:07: Was es sich auch gezeigt hat nach Nile Eleven ist wirklich grossen Generalvertrag gegen alle Muslime.

00:15:16: Also da ist plötzlich eigentlich eine ganze Religion und ganz viele Leute, die in New York daheim waren.

00:15:22: Schon sehr lange, vielleicht sogar in New-York auf die Welt oder in Amerika.

00:15:26: Sie wurde plötzlich unter generalverdacht gestanden, weil das natürlich islamistisch ein Terrorist war.

00:15:31: Du hast darüber geschrieben, dass es noch nicht so lange gibt, ist deine Reportage jetzt veröffentlicht worden.

00:15:38: Einfach nur eine Zahl!

00:15:40: Im Jahr zweitausend hat das FBI, ich glaube ... die Antimuslimische Hassverbrecher registriert.

00:15:47: Das war im Jahr two-tun-sig-ein-sies, das Vierhundert-Einen-Nacht-Zug.

00:15:52: Heute hat New York der erste muslimischen Bürgermeister mit dem Zoran-Mamdani.

00:16:00: Ist es ein Zeichen, dass das vergessen ist?

00:16:04: Dass der Generalvertrag nicht hier ist und Amerika vielleicht auch ohne Wege gemacht wird?

00:16:10: oder beweist sie vielleicht einfach ... Seht man ja viel New York, ist nicht Amerika.

00:16:16: Das New York einfach anders als der Rest

00:16:18: des Landes?

00:16:19: Ich glaube schon, dass New York die Veränderung gemacht hat... Ich bin sehr fasziniert diese Geschichte, weil ich am zwölften September vor fünfzehn Jahren in eine muslimische Quartier in New York mit dieser Frage ging.

00:16:36: Und ich habe dort sehr viele Menschen getroffen, die wirklich Angst hatten, dass man sie verdächtigt und auch Terroristen sind.

00:16:44: Ich habe mich überlegt immer wenn es ein Jahresdag ist.

00:16:47: Gibt es noch irgendeine Geschichte, die wir erzählen können?

00:16:51: Willi oder Mamdani, der erste gewählte muslimische Bürgermeister ist von euch.

00:16:56: Das habe ich schon bemerkenswert gefunden.

00:16:59: Ich war in Bayerisch und in Astoria Queens.

00:17:02: Das sind zwei muslimischen Quartier letzte Woche.

00:17:08: Was mir zum Beispiel eine muslimischer Frau Fatima erzählt hat, ist, dass sie ja nicht ... In die USA kamen sie aussprünglich aus Algerien, weil sie etwas Schaden anrichten wollen.

00:17:21: Sondern weil sie das bessere Leben suchen.

00:17:25: Ein ägyptischer Kaffeebesitzer hat mir erzählt, in New York sei es gar nie so sehr unterverdacht wie im Rest des Landes, denn New York war schon immer sehr liberal.

00:17:41: Was aber auch noch dazu kommt, oder was sie in den letzten paar Jahren gegeben hat ... Es gab eigentlich mehr antisemitische Vorfälle.

00:17:50: Vorfällen an New Yorker Universität sind jüdische Studentinnen und Studenten eingeschüchtert worden.

00:17:57: In den letzten Jahren haben Tatschläge oder Tatak auf Juden und Jüdinnen um zehn Prozent zugenommen.

00:18:06: Es ist so, dass momentan die Juden in New York und New York traditionell eine jüdische Stadt sind, dass sie in Gefahr sind.

00:18:18: Sehr viele junge Menschen wählten der Mamdani nicht weil er ein Muslim ist.

00:18:23: Er hat ihn gefallt, als er auf den sozialen Medien agiert.

00:18:27: Er ist ein smarter, guter Kommunikator.

00:18:30: Er konnte sagen – ja, ich bin Muslime – aber er stellte seine Religion nicht in Forderung.

00:18:38: Nein, ihr Leben hielt ja auch nicht nur die Politik, also mit der Politik Spuren hinterlassen, sondern die Welt.

00:18:47: politisch verändern, sondern neun Eleventen.

00:18:50: Und das wird jetzt etwas thematisiert stärker als früher, hat auch ganz fest die Gesundheit von vielen Menschen beeinflusst.

00:19:00: Menschen, die dann zum Beispiel in Lowermann hätten sein müssen und haben eine Flucht oder Leute vor allem, die in der Rettungsteam waren.

00:19:09: Also weil man wirklich diese ... Man kann es nicht anders sagen.

00:19:13: Die giftige Luft, die giftig gestorben ist.

00:19:15: Nachdem diese Türm sei zusammengeheit mit das Bestum.

00:19:19: Dass das ganz viele Leute so betroffen haben, dass sie schlussendlich einen Krebs bekommen und an dem sie gestorbt sind.

00:19:27: Das ist etwas, was man, glaube ich, wie nicht können oder wollen anschauen kann.

00:19:33: Es ist nicht so, dass nur dann tausende Menschen an diesem Tag gestorban sind, sondern inzwischen ist es sogar so, mehr Opfer ... Nach neun Eleven, an den Folgen von Neunein-Eleven, sie gestorben.

00:19:47: Und ich war bei diesen Feuerwehrmannen letzte Woche, haben Sie mir etwas Interessantes erzählt?

00:19:52: Sie sagten, Sie hätten die Luft quasi jeden Tag einatmen müssen... Gleichzeitig haben wir aber die Autos zerstört, die in diesem Parkhäuser und mit Staub einteckt wurden.

00:20:06: Oder ihr Feuerwehrauto haben wir ebenfalls zerstörte, weil es kontaminiert war.

00:20:13: Das hat sie natürlich schon gestört!

00:20:16: Ich kann sie in die Luft hängen können, ja.

00:20:18: Und ich mag mich erinnern... Ich habe damals tatsächlich so eine Maske getragen.

00:20:24: So eine Masken wie wir getragen werden während Covid und zwar um uns zu schützen gegen die Luft.

00:20:32: Die Luft hat wirklich nicht gut geschmückt.

00:20:35: Ich kann mich auch erinneren, als ich an diesem Tag nach Hause ging.

00:20:39: Ich wohnte dort in Brooklyn, da hat es die Luft... Aber der Staub ist bei uns in den Garten gefallen.

00:20:46: Es gab auch Papiervözel.

00:20:47: Dort hat es schon sehr viel Gift durch die Luft durchgejagt.

00:20:55: Ich glaube, das ist etwas, was alle weiterhin und die Leute beschäftigen werden.

00:20:59: Soran Mamdani hat diese Wochen eine Pressekonferenz gegeben.

00:21:03: Er sagte, er beschuldete seine Vorgänger.

00:21:06: Die wussten, wie gesundheitsschädigend das sei.

00:21:12: Und ich glaube, das zeigt ein historisches Erreignis.

00:21:15: Das endet nicht an dem Tag, wo es in der Geschichte steht, sondern die Reperkussion hat bis weit, weit in Zukunft.

00:21:24: Inzwischen ist eine ganze Generation erwachsen, die am Elf des September-II.

00:21:28: noch gar nicht auf der Welt war – wie zum Beispiel unsere Kinder.

00:21:31: Ich weiss aber nicht genau, ob man überhaupt Tragweite von diesem Tag und diese Dramatik ... Wie kann?

00:21:40: überbringen.

00:21:44: Wie macht man das, dass die Leute, die noch nicht auf der Welt waren, begreifen wie einschneidend es

00:21:55: war?

00:21:55: Zum einen haben sie natürlich so diese Unbekümmertheit, die wir hatten.

00:22:00: Die hatten sie gar nicht.

00:22:02: Es gab immer wieder Anschläge.

00:22:04: Ich meine, es kam dann in den Arabischen Frühlinge oder der islamistische Stadt.

00:22:12: Die Unbekommentheit hatte es nicht.

00:22:14: Was ich bei meinen Kindern merke, ist, wenn ich mal von früher erzähle ... Dann interessiert sie das und lasst sie zu.

00:22:23: Sie sind beide in New York auf die Welt gekommen und haben den Bezug zu dieser Stadt.

00:22:27: Und sie möchte wissen wie das damals war.

00:22:31: Ich erzähle ihnen das und versuche natürlich auch einen ... eine historische und politische Dimension reinzubringen.

00:22:40: Was ich Ihnen vor allem erzähle, ist die Spaltung, die wir heute so oft davorredet wegen.

00:22:46: Präsident Donald Trump hat eigentlich zwei bis drei Jahre nach Nine Eleven angefangen oder?

00:22:52: Eigentlich war damals die Welt vereint und hinter den USA gestanden.

00:22:57: Wahnsinnig viel Solidarität gegenüber diesen Opfern.

00:23:01: Und nachher, die Regierung von George Stabliebusch hat sich entschieden, die Iraka zu greifen.

00:23:07: Dann hat eigentlich die Spaltung der USA letztendlich auch von den Welten angefangen und ich versuche ihnen das so zu erklären.

00:23:15: Die Geschichte ist nicht einfach ein Fall ins Domino oder in einem Kausal-Kette, wo wir ganz klar sagen können aber es gibt schon paar Sachen, die man auf einen Leben zurückführen kann.

00:23:27: Vielleicht war es vielleicht auch das Gleiche, wie in meiner Wederdau noch.

00:23:30: ich war während dem zweiten Weltkrieg auf der Welt.

00:23:32: Unsere Grosseltern haben vielleicht auch ein paar Mal gefragt, wie kann man eine Generation mit gutem Löffel auf die Welt kommen?

00:23:42: Und diese Schrecken gar nicht ermitteln.

00:23:44: Wie kann man das denn vermitteln?

00:23:45: und ich glaube, das ist einfach etwas, was sich wiederholt.

00:23:47: oder es passieren Sachen.

00:23:51: Nachhause kommen Menschen auf die Welten und sie machen ihr Leben und man muss vibrieren.

00:23:57: Das ist die Erinnerung, wie wach bleibt.

00:24:02: Jetzt gehst du jeden Tag durch Laumenhetten und du lebst dort.

00:24:07: Du bist gerade nach Hause momentan.

00:24:10: Wie bringst du das Leben, wo du siehst, was dir vorbeigegilt?

00:24:15: In Verbindung zum Tag vor den Fünfundzwanzigjahren ... Was ziehst du hier für Parallele?

00:24:24: Ich glaube, das Quartier hat sich ... Auf der einen Seite ist es sehr, sehr verändert.

00:24:29: Und auf der anderen Seite ist alles immer noch wie früher.

00:24:33: Ich war in den neunziger Jahren hier zuerst mal und das ist eigentlich immer noch gleich.

00:24:39: Es ist ein Hassel.

00:24:40: Die Leute laufen schnell, die Leute gehen irgendwo an.

00:24:43: Sie wollen etwas erreichen, sie gehen vorwärts ... In einem Geschäft muss pressieren, wie du bestellst Der Humor und das Schroffen herzlichen.

00:24:54: der New Yorker ist hier.

00:24:56: Ich glaube, so viel anders im Alltag ist es nicht wie vor dem mehr auf den September-September-Jahren.

00:25:05: In New York ist immer noch New York.

00:25:08: Und ich bin mir nicht sicher, ob ich das dann hätte gelobt, dass es jemals wieder so wird sein.

00:25:15: Aber heute ... Also, ich glaube die Stat ist einfach... Die Stadt ist hier und sie schaut, wie die Leute kommen und gehen.

00:25:21: Und wie die Geschichte passiert ... Ja, es ist schon in hundert Jahren vielleicht so, wie sie jetzt ist.

00:25:28: Und du?

00:25:29: Ja, der Tag.

00:25:30: Wenn ich darüber nachdenke, dann komme ich ehrlich gesagt ein wenig über den Hühner runter.

00:25:34: Der Tag hat schon gezeigt, wie wahnsinnig stark diese Stadt auch ist und die Kraft von diesen Menschen ausgeht, die dort leben.

00:25:47: Wir waren so nahe zunahm, dass wir untereinander unterstützten.

00:25:51: Man hat uns geholfen und ... Du weisst, dass die New Yorker manchmal Zeichen suchen.

00:25:58: Die sind hart miteinander.

00:26:01: Sie haben aber auch eine warme Herzlichkeit.

00:26:06: Ich glaube, dieser Tag hat das wahrscheinlich noch mehr herausgekommen als jemals zuvor.

00:26:13: Es gab niemanden, der damals nicht ein New Yorker umarmt und Kulf hat diesen Menschen.

00:26:24: Und ich glaube, das ist schon etwas, was mich noch näher an die Stadt hergebracht hat.

00:26:33: Ich habe es in anderen Orten gesagt, dass mich weniger so viel prägt wie der Tag und diese Stadt.

00:26:41: Vielleicht passt auf die Stadt auch das, was man über den New Yorkern sagt oder man sieht ja oft?

00:26:46: They're not nice, but they are kind.

00:26:49: Und das passt vielleicht auch zu der Stadt.

00:26:51: Sie ist nicht unbedingt nice zu dir aber sie ist kind.

00:26:55: also sie ist hilfsbereit und warm wenn es darauf ankommt.

00:27:00: Und ich meine das ist wahrscheinlich ein Tipp wo... ...wenn man an den heutigen Tag denkt Be kind wirklich be kind.

00:27:09: Das war die USA Podcast mit Peter Hoslitz Berliner und Nicoletta Cimino in New York Tschüss!

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